Tom Gurtmann PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Müller   
Samstag, 21. April 2018 um 08:07 Uhr

Vom Weltenbummler zum Wanderer

 

Als junger Mann hatte Tom ,ein bewegtes, abenteuerliches Leben, wie es sich bestimmt viele junge Leute erträumen. Nach einer Ausbildung zum Diplom- Forst- Ingenieur ging er in die USA nach Georgia. Dort blieb er aber nur dreieinhalb Jahre, denn er kam zurück in seine Heimat und übernahm von seinem  Bruder ein Geschäft zur Produktion von Sprossen und Keimlinge und versorgte so die Großgastonomie im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus. Aber auch das war nicht die Endstation: er ging nach Kassel in die Landes-Forstverwaltung Hessen und wurde schließlich Revierförster in Emstal – was für ein Traumberuf! In dieser Zeit traten dann auch die Freien Kanu Sportler und die NaturFreunde in Gestalt von Uli Blanke in sein Leben und ließen ihn nicht mehr los. Als es 2005 eine Reform in der Fortswirtschaft gab, bekam er die Möglichkeit, nach einer Umschulung in den Schuldienst zu gehen. Lehrer für Mathe und Bio wollte er werden und hat es bis heute an keinem Tag bereut. Er ist gern Lehrer. Das Verständnis für andere Menschen, auch in schwierigen Situationen, ist ihm ein Grundanliegen. So lag es nahe, dass er sein Engagement bei den NaturFreunden mit seiner schulischen Tätigkeit verband: er erstellte gemeinsam mit seinen Schülern den Natura Trail „Waldmeisterweg“ und wandert ihn auch regelmäßig mit anderen naturverbundenen Menschen. Dass er dabei viel über Wald, Tiere und Pflanzen erzählen kann, versteht sich von selbst. Gefragt, warum er das alles neben der schulischen Tätigkeit betreibt, antwortet er, seine Grundeinstellung ist die Stärkung der Gemeinschaft. Aber manchmal braucht auch er so ein klitzekleines Bisschen Einsamkeit und Erholung. Deshalb plant er mit seinem erwachsenem Sohn einen Finnlandurlaub auf dem Lande und auf dem Wasser, um endlich einmal die Mitternachtssonne zu sehen. Gestärkt zurückgekehrt, kann er sich dann wieder voll der von ihm mitbegründeten Interessengruppe „Lokale Entwicklung“ widmen. Nicht zu vergessen seien noch seine Angus Rinder, die er als Nebenerwerbslandwirt züchtet. Die Tiere weiden ganzjährig im Freien und auf Naturschutzflächen, um die Artenvielfalt zu steigern. Sie sind, genau wie ihr Besitzer, echte Naturburschen eben!