Geheimnis des Glücklichseins PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Müller   
Samstag, 21. April 2018 um 08:09 Uhr

 

 

Ursel Engel rief mich an, Georg Ickler hätte Jubiläum, er sei mittlerweile 70 Jahre Mitglied der NaturFreunde Bad Emstal. Natürlich sagte ich zu, etwas zu schreiben und fuhr an besagtem Tag nach Sand. Ich kannte „Schorsch“ Ickler nicht und hatte so meine Vorstellungen- er ist 93 Jahre alt. Und dann sah ich ihn mit seinem Gehwägelchen: lustige, liebe Augen, verschmitztes Lächeln, wach und aufmerksam. Er freute sich, dass 7 NaturFreunde gekommen waren, um zu gratulieren. Erinnerungen wurden wach, zum Beispiel, dass Schorsch 1948 in die NaturFreunde eingetreten war- während der Nazi-Zeit waren sie ja bekanntlich verboten-, dass er von Anfang an das Naturfreundehaus mit gebaut hat und dass das Gerücht kursiert, dass immer wenn man ihn bat, eine Arbeit auszuführen, sie von ihm längst erledigt war. Er sah eben genau hin und wusste, worauf es ankommt. Neben seiner Arbeit als Maler und dem Engagement für die NaturFreunde sang er im Chor und spielte im Mandolinen- Orchester. Er war immer lustig und guter Dinge, manchmal auch zu kleinen Streichen aufgelegt. So wurde an dem Morgen viel erzählt, viel gelacht und gesungen, Walter Brixel hatte extra ein Zauberinstrument mitgebracht. Als ich mich dann verabschiedete, sagte ich Schorsch, dass ich zur nächsten Feier in 10 Jahren wieder komme. Und was antwortet er mir? „Gerne, wenn Du da noch da bist!“ Allgemeines Gelächter. Und in diesem Augenblick wurde mir klar, dass das Glücklichsein keine Geheimnisse hat, es braucht „nur“ ein erfülltes, fröhliches Leben und Empathie für alle Menschen, denen wir begegnen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 21. April 2018 um 08:16 Uhr