Deine Menschenrechte feiern 70. Geburtstag PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Müller   
Dienstag, 16. Oktober 2018 um 08:46 Uhr

Wieder einmal hatte die Interessengruppe „Lokale Entwicklung“ der NaturFreunde eingeladen.

Diesmal Martina Liedke, ehrenamtliche Mitarbeiterin von Amnesty International. Sie erzählte von ihrer Arbeit, der Mühsal, aber auch von den Erfolgen der größten Menschenrechtsgruppe der Welt. Wie alles begann? Der britische Rechtsanwalt Peter Benenson las eines Tages in der Zeitung einen Artikel über 2 portugiesische Studenten, die zu 7 Jahren Haft verurteilt waren, weil sie in einem Cafe in Lissabon auf die Freiheit angestossen hatten. So kam es, dass er im Mai 1961 in einem Artikel im “The Observer“ die Leser aufforderte, öffentlich Druck auf die Regierungen zu machen und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Das war die Geburtsstunde von Amnesty International. Die Basis für ihre Arbeit ist die Menschenrechtserklärung der UN, erster Satz: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Amnesty hat in Deutschland 150.000 aktive Mitglieder, die Menschenrechtsverletzungen recherchieren, dokumentieren und dann veröffentlichen. Ihre Online- Petitionen haben zu 40% Erfolg. Wieviel mehr Erfolg könnten sie haben, wenn sie von unseren Verantwortlichen besser wahrgenommen würden! Oberstes Ziel aber ist nach wie vor, die Bevölkerung zu sensiblisieren durch Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit und auch Lobbyarbeit. Und hier kommen wir, die NaturFreunde ins Spiel: gegründet aus der Arbeiterbewegung heraus, könnten wir eine mögliche Plattform bieten für eine Organisation, die immer wieder die Finger auf die Wunde legt. Denn:„ Es gibt für mich kein fremdes Leid, wo es geschieht, ist es nicht weit. Es gibt für mich kein fremdes Leid, es traf mich gestern, trifft mich heut.“ Songtext von Wolfgang Ziegler