{"id":14128,"date":"2015-11-26T10:37:00","date_gmt":"2015-11-26T10:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/entwicklung.nf.diwete.de\/?p=14128"},"modified":"2020-03-02T13:42:50","modified_gmt":"2020-03-02T13:42:50","slug":"2015-wer-ernaehrt-unsere-ernaehrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/?p=14128","title":{"rendered":"2015 &#8211; Wer ern\u00e4hrt unsere Ern\u00e4hrer?"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dieser Frage werden die Zuschauer von G\u00f6tz Penners Film\u201c Land am Rand\u201c nach Hause entlassen. Es war ein sehr bewegender Film, gedreht in Liebenau Ostheim. Die b\u00e4uerlichen Schicksale, die wir sahen, sind teilweise unfassbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitszeiten von 6:00 bis 20:00, trotzdem k\u00f6nnen die Bauern nicht von ihrer Arbeit leben. \u201e F\u00fcr M\u00fcll wird heute mehr gezahlt als f\u00fcr Getreide.\u201c Oder \u201e Solange die Verbraucher die billigen Sachen kaufen, muss mit Insektiziden gearbeitet werden.\u201c Der Bauer, der diese S\u00e4tze sagt, w\u00fcrde gern auf Biolandwirtschaft umstellen, hat aber Angst \u2013 2 Kinder sind zu ern\u00e4hren und der alte Vater, die Frau ist nicht mehr da. Gefragt, was ihnen an ihrer Arbeit gef\u00e4llt trotz der M\u00fchsal, sagten alle Bauern: Die Verbindung mit der Natur, die Freiheit der Selbst\u00e4ndigkeit, obwohl die B\u00fcrokratie immer mehr zunimmt, zum Beispiel um staatliche F\u00f6rderungen abzurufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ber\u00fchrendes Detail am Rande: Ein Bauer hatte seinen M\u00e4hdrescher 30 Jahre. In einem Brief teilte er das der Herstellerfirma mit, hoffend auf eine kleine Pr\u00e4mie. Nach langem Warten kam eine Urkunde. So sehr er auch suchte, ein Umschlag war nicht dabei.- Diese Kleinigkeiten, so selbstironisch erz\u00e4hlt, gehen einem unter die Haut.<\/p>\n\n\n\n<p>Lustig konnten sie aber auch sein in Ostheim! Wir durften bei einem Dorffest dabei sein. Die Bauern hatten sich als Schweinchen verkleidet und f\u00fchrten einen Tanz auf \u2013 k\u00f6stlich!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wie lebten die Landwirte jenseits von Ostheim, \u00fcber`m Berg, Richtung Warburg? Scheinbar waren sie hier geschickter, schlossen sich zusammen und bauten Windkraftr\u00e4der, bearbeiteten gro\u00dfe Fl\u00e4chen ( wobei die Artenvielfalt auf der Strecke blieb ), der Schweinebauer m\u00e4stete seine Schweine \u00fcber Computer und war gleichzeitig Fu\u00dfballtrainer.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber, ob vor oder hinter dem Berg- viele H\u00f6fe mussten aufgegeben werden. Heute gibt es in Ostheim noch einen Haupterwerbslandwirt, der n\u00e4mlich, der so z\u00f6gerlich war in der Umstellung auf biologische Landwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Und im Warburger Raum? Der Schweinebauer ist inzwischen Biolandwirt, die anderen haben aufgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ein roter Faden schlingt sich um den Film von G\u00f6tz Penner das Gleichnis von Sisyphos, der als Strafe auf ewig einen Felsbrocken einen Berg hinaufw\u00e4lzen musste, der aber, fast am Gipfel angekommen, immer wieder ins Tal zur\u00fcck rollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Helfen wir mit, dass die letzten Aufrechten den Felsen auf dem Gipfel halten k\u00f6nnen und ihnen die Frucht ihrer Arbeit nicht mehr aus den H\u00e4nden genommen wird!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dieser Frage werden die Zuschauer von G\u00f6tz Penners Film\u201c Land am Rand\u201c nach Hause entlassen. Es war ein sehr bewegender Film, gedreht in Liebenau Ostheim. 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