{"id":15347,"date":"2020-05-14T07:36:59","date_gmt":"2020-05-14T07:36:59","guid":{"rendered":"http:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/?p=15347"},"modified":"2020-05-15T09:03:15","modified_gmt":"2020-05-15T09:03:15","slug":"heidesukzession-es-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/?p=15347","title":{"rendered":"Heidesukzession \u2013 es geht weiter"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach nun fast zwei Wochen lassen sich die ersten Fortschritte schon sehen. Wer aufmerksam die Vegetation am Hang anschaut, sieht bereits deutliche Fra\u00dfspuren. Die unteren Bl\u00e4tter der B\u00e4ume sind deutlich verbissen, manche kleine Sch\u00f6\u00dflinge sind abgeknabbert und an einigen j\u00fcngeren B\u00e4umen bis 15 cm Durchmesser ist die Rinde abgesch\u00e4lt. Wie kann sich jemand \u00fcber diese Verw\u00fcstung freuen? Genau diese Verw\u00fcstung ist das Ziel: die Baumvegetation soll zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden um mehr Licht am Boden zu bekommen, um dann sp\u00e4ter der gew\u00fcnschten Heide die notwendigen Lebensbedingungen zu schaffen. Und dann die Frage ob es Sinn macht B\u00e4ume zu gef\u00e4hrden, wo sie doch so viel Kohlenstoff speichern und somit einen positiven Beitrag zur Verringerung der CO2 Emissionen leisten. Richtiges Argument, aber zu kurz gedacht: Dauergr\u00fcnland, dass beweidet wird, speichert ebenso Kohlenstoff und zwar im Boden (Wurzeln und Humus). Der Unterschied zu Wald betr\u00e4gt nur ca. 15 %! Aber wie kann von den CO2 Zahlen abgesehen die erweiterte Artenvielfalt einer durch Ziegenbeweidung erhaltenen Dauergr\u00fcnlandfl\u00e4che bewertet werden? Sicher nicht mit Geld oder anderen Zahlengr\u00f6\u00dfen! Auf dieser Fl\u00e4che wird sich neben der Vegetation eine ganze Reihe neuer Tier- und Pilzarten einfinden, die im Wald keine Chance h\u00e4tten. Eine einzige Art ist Teil eines ganzen, vielf\u00e4ltigen \u00d6kosystems, das aus weiteren Tieren, Pflanzen und Pilzen besteht, d.h. jede neue Art, die hier einen Lebensraum bekommt, steht in einer Beziehung zu weiteren, neuen und bereits vorhandenen Arten!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch genug der Theorie \u2013 es geht auch noch um praktische Fragen:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon angesprochen, m\u00fcssen die Ziegen so zahm werden, dass eine Behandlung m\u00f6glich ist &#8211; sei es die Klauenpflege, die Entwurmung oder Impfung oder einfach die t\u00e4gliche Kontrolle auf den allgemeinen Gesundheitszustand.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu ist in den letzten Tagen der Unterstand mit einem (Gr\u00fcn)dach nutzbar geworden und die Ziegen nehmen es gerne (unten wie oben) an. Mit Speck f\u00e4ngt man M\u00e4use, also soll jetzt zur Gabe von Lockfutter im Inneren eine hochklappbare Futterrinne eingebaut werden um die Tiere (nur) dort mit kleinen Portionen von Schrot, Quetschhafer (danke f\u00fcr die Spende von Elvira Krede) und richtig trockenem Brot zu f\u00fcttern. Um zu verhindern, dass die Rinne zugekotet wird, muss sie nach der Futtergabe hochgeklappt werden k\u00f6nnen. Wenn die Ziegen zuverl\u00e4ssig auf das Lockfutter ansprechen, werden sie daran gew\u00f6hnt, dass der Unterstand mit einem beweglichen Gatter versperrt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Sicherung des Zauns und um zu verhindern, dass die Ziegen sich mit den H\u00f6rnern darin verfangen, ist bereits innen ein Elektrozaun gespannt. Dieser wird durch das provisorisch mit einem Batterie betriebenem Elektrozaunger\u00e4t geladen. Um die Betriebssicherheit zu verbessern (Batterie leer, Diebstahl) soll das Elektrozaunger\u00e4t im NFH installiert und der Strom mit einem geeigneten Kabel an den Zaun gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Parkplatz des NFH liegt ein Haufen Schotter. Dieser soll zur Befestigung des Weges zum Ziegentor genutzt werden. Vom Weg unterhalb der Treppe muss auf einer Breite von ca. 1 m eine 5 bis 10 cm dicke Schotterschicht aufgebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausblick:<\/p>\n\n\n\n<p>Je nach Verbissfortschritt in der Fl\u00e4che m\u00fcssen gezielt B\u00e4ume gef\u00e4llt werden, die von den Ziegen nicht durch absch\u00e4len der Rinde zum Absterben gebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15343\" srcset=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-1.jpeg 768w, https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-1-225x300.jpeg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15344\" srcset=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-2.jpeg 768w, https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-2-225x300.jpeg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-3.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15345\" srcset=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-3.jpeg 1024w, https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-3-300x225.jpeg 300w, https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-3-768x576.jpeg 768w, https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-3-400x300.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15346\" srcset=\"https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26.jpeg 768w, https:\/\/naturfreunde-bad-emstal.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/WhatsApp-Image-2020-05-07-at-18.32.26-225x300.jpeg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach nun fast zwei Wochen lassen sich die ersten Fortschritte schon sehen. 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