2012 – Ankündigung: Besuch des Mathematikums am 11. Februar
Was ist Mathematik?
Ganz schlicht könnte man antworten: Ein Schulfach, das mit dem Kürzel „Mathe“ bezeichnet wird und für viele von uns eine erhebliche Quälerei war.
Diese Antwort greift trotz ihrer Richtigkeit ebenso kurz wie die Erklärung, Französisch sei ein Unterrichtsfach – es ist in erster Linie natürlich eine Sprache.
Bei der Mathematik ist es allerdings schwieriger: Einige meinen, es sei eine Naturwissenschaft, andere halten sie für eine Geisteswissenschaft. Einig ist man sich wohl nur darüber, dass sie ein mächtiges Instrument für fast alle übrigen Wissenschaften ist, also die vielleicht wichtigste Hilfswissenschaft.
Betrachtet man die Geschichte der Mathematik, so erstaunt man immer wieder, mit welch sicherem Gespür Mathematiker Erkenntnisse zusammengetragen haben, die sich als absolut unabdingbar für den Fortschritt anderer Wissenschaften erwiesen haben. Als Beispiel sei hier nur die Nicht-Euklidische Geometrie genannt – Geometrie, in der die kürzeste Linie zwischen zwei Punkten keine Gerade sein muss. Ohne diese Geometrie hätte sich die physikalische Theorie Einsteins gar nicht formulieren lassen!
Das Mathematikum führt auf anschauliche, quasi „experimentelle“ Weise an Themen der Mathematik heran. Ob es sich um geometrische Objekte wie platonische Körper, „verrückte“ oder „harmonische“ Zahlen, Wahrscheinlichkeiten oder die Nähe von Musik und Mathematik handelt: Das Mathematikum bringt es uns anschaulich nahe. Und was für viele das vielleicht Schönste an der Mathematik ist: Sie ist in einer hinreißenden Weise schön, (wahrscheinlich) immer richtig und noch lange nicht am Ende: Gerade neuere Entwicklungen wie etwa die Chaostheorie oder die Betrachtung von Fraktalen erlauben inzwischen den wissenschaftlichen Blick auf so schwierige Sachen wie das Wetter, Riesenwellen oder sogar Küstenlinien oder die Wolken.
Erwähnenswert ist auch, dass das Mathematikum die Fülle der Themen „handgreiflich“ nahe bringt; auch Kinder können sich hier durch Basteln und Spielen der Mathematik nähern.
Wir treffen uns am Samstag, dem 11. Februar um 10.00 Uhr auf dem Parkplatz bei der Kreissparkasse, kaufen die Fahrkarten hier im Schuhgeschäft und bilden Autoreisegemeinschaften nach Wabern. Dort fährt unser Zug um 10.48 nach Gießen. Die Verpflegung erfolgt aus dem Rucksack – oder in der preisgünstigen und guten Kantine im Mathematikum. Voraussichtlich sind wir bis etwa 15.30 Uhr in der Ausstellung und fahren dann gemeinsam um 16.04 mit der Bahn nach Wabern und dann mit den Autos nach Sand zurück. Etwa um 17.30 sollten wir wieder zu Haus sein.
Der Eintrittspreis beträgt 7.50 € für Erwachsene, ermäßigt 5.00 € (Jugendliche, Studenten, Personen ab 65 Jahre usw.). Die Reisekosten für die Bahnfahrt übernimmt für Naturfreunde der Verein.
Über das, was wir gesehen haben und über das, was wir nicht so recht verstanden haben, können wir uns am Dienstag ab 18.00 Uhr im Jugendraum des Naturfreundehauses unterhalten. Hoffentlich können wir unsere offen gebliebenen Fragen klären.
Ulrich Blanke
